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BANGLA

Bangla

Regie: Phaim Bhuiyan
Drehbuch: Phaim Bhuiyan, Vanessa Piccarelli
Kamera: Simone D'Onofrio
Schnitt: Roberto Di Tanna
Ausstattung: Mauro Vanzati
Musik: Dario Lanzellotti
Produktion: Domenico Procacci, Annamaria Morelli für Fandango Film
Darsteller: Phaim Bhuiyan (Phaim), Carlotta Antonelli (Asia), Alessia Giuliani, Rishad Noorani, Pietro Sermonti

Italien 2019
87 Minuten, OmU
In Kooperation mit Missing Films

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Phaim, ein 22-jähriger Muslim mit bengalischen Wurzeln, lebt mit seiner Familie in dem multiethnischen Stadtteil Torpignattara in Rom. Sein Geld verdient er als Aufseher in einem Museum, nebenbei ist er Kopf einer Rockband. Während eines Konzerts lernt er Asia kennen, eine junge Frau aus einer Künstlerfamilie, die komplett anders tickt: purer Instinkt, keine Regeln. Die beiden verlieben sich – und Phaim stürzt in ein Dilemma: Eigentlich müsste er eine bengalische Frau heiraten. Und wie soll er seine Beziehung mit dem unumstößlichen Gesetz des Islam unter einen Hut bringen: keinen Sex vor der Ehe? Ein Clash der Kulturen als charmante, autobiografische Komödie. Der junge bengalisch-stämmige Regisseur spielt sich und seine Geschichte selbst, mit Witz, Selbstironie und einem gehörigen Schuss Romantik.

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Was bedeutet es für einen jungen Mann, Italiener der zweiten Generation und Moslem, so wie ich, in einer Welt zu leben, die oft so weit von den Regeln des Islam entfernt ist, besonders, was die Ebene der Beziehungen und der Sexualität anbetrifft? Ausgehend von diesen Fragen ist dieser Film entstanden. Der Zusammenprall mit der westlichen Welt, der Generationen-konflikt in meiner Familie und vor allem die Liebe durch die Begegnung mit einer jungen Frau, die Auseinandersetzung mit der weiblichen Welt. Eine Welt, die nicht den gleichen Regeln gehorcht, sondern scheinbar in die entgegengesetzte Richtung geht. Als Regisseur habe ich versucht, die Komplexität eines Mikrokosmos wie das multiethnische Viertel Torpignattara in Rom auf lockere Art darzustellen: Gebäude mit abbröckelndem Putz und Graffitis, Gesichter in allen Farben, rund um die Uhr geöffnete Obstläden. Moscheen und Kirchen. Junge und Alte. All das ist Torpignattara, das Viertel, wo ich geboren und aufgewachsen bin, und das in meinem Film ebenso mitspielt wie die Schauspieler.
Phaim Bhuiyan

Phaim, gebürtiger Römer, aber italienischer Staatsbürger erst mit 18 Jahren, da Italiener und Deutsche immer noch an das Jus sanguinis glauben. Das Duo Asia-Phaim muss unter großen Schwierigkeiten viele überholte Ideen loswerden: Sexophobie, arrangierte Ehen, giftigen Nationalismus, bevormundenden Orientalismus. Der Stadtteil Torpignattara, wo der Regisseur (ehemaliger Youtuber) und die Co-Autorin Vanessa Picciarelli leben, ist auch der Kulminationspunkt eines Liebesdreiecks. Die italienische Komödie wird so auch muslimisch. Märchenhafte Kostüme und Küsse als kaleidoskopische Ereignisse. Kein Schweinefleisch, kein Alkohol (nur Aperol Spritz), die Aufnahmen der bengalischen Gerichte sind fantastisch, ebenso der ethno-trap Sound von Dario Lanzellotti.
Roberto Silvestri, Film TV


Phaim Bhuiyan (* Rom 1995), Sohn einer bengalischen Familie, studiert zunächst Werbedesign und kommt über Youtube zum Film. Er arbeitet als Video-Maker und dreht Videoclips für Rapper und Punk-Rock-Bands der römischen Underground-Szene. Bangla ist sein erster Kinofilm.

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