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35 Städte, 40 Kinos

 

Grußwort Cinema! Italia!

Es ist eine besondere Lage, in der das diesjährige Cinema! Italia!-Festival stattfindet. Zum 23. Mal zeigen Made in Italy aus Rom und Kairos Filmverleih aus Göttingen neue italienische Filme, die sich auf verschiedenste Art mit dem Leben, den Problemen aber auch den Möglichkeiten unserer Gegenwart beschäftigen.
Gerade in diesem Jahr hat uns die Realität des Corona-Virus alle überrascht und der Lockdown hat uns zu einem radikalen Umdenken in unseren alltäglichen Lebensgewohnheiten gezwungen. Auch die Kinos waren monatelang geschlossen, viele mussten und müssen um ihre Existenz fürchten. So ist es fast ein Wunder, dass auch bei der 23. Ausgabe dieses italienischen Filmfestivals wieder über 30 Kinos in vielen deutschen Städten dabei sein werden. Ich freue mich sehr darüber, denn das Kino ist einfach ein unverzichtbarer Teil unseres Kulturlebens. Seitdem es vor über 120 Jahren entstanden ist, ist das Kino zu einem der Ausdrucksmittel für Gefühle, Sorgen, Aufbegehren, aber auch zu einer der Möglichkeiten für Unterhaltung und Entspannung geworden. Wir sind heute alle visuell denkende und erlebende Menschen, was man schon daran erkennen kann, wenn wir sagen, der und der Mensch erinnert uns an den Schauspieler oder die Schauspielerin. Das Kino hat uns bis in die Tiefen unserer Seele geprägt. Daran kann auch ein Virus nichts ändern und gerade das Kino wird ein Mittel sein, um über diese Ausnahmezeit, die wir in diesem Jahr erleben, zu reflektieren und uns über das, was gerade mit uns geschieht, bewusst zu werden und Wege zurück in ein normales Leben zu finden.
Auch in diesem Jahr bietet Cinema! Italia! ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm. Bekannte Filmemacher sind vertreten wie Mario Martone, der ein Theaterstück von Eduardo De Filippo für die Gegenwart adaptiert oder Ferzan Özpetek mit der charmanten Komödie „La dea fortuna“. Daneben stehen vielversprechende Debuts: Phaim Bhuiyan erzählt von seinem chaotischen Leben zwischen den Kulturen, Beniamino Barrese porträtiert seine Mutter Benedetta Barzini, die in den 60er Jahren als Fotomodel weltweit berühmt war, Chiara Bellosi zeigt uns den Justizalltag von einer ganz ungewohnten Seite und Fulvio Risuleo unterhält bestens mit einer turbulenten Komödie um eine Hundeentführung in einer römischen Vorstadt. Ich wünsche Ihnen schöne und erfüllte Kinoerlebnisse und danke Ihnen für Ihre Treue zum italienischen Film, die Sie hoffentlich auch in den kommenden Jahren bewahren werden.

Cinema!Italia!

Ihr Luigi Mattiolo
Italienischer Botschafter in Deutschland