|
![]() |
|
Termine und Städte
|
Zum 50. Todestag von Luchino Visconti GRUPPO DI FAMIGLIA IN UN INTERNOGewalt und LeidenschaftRegie: Luchino Visconti Italien 1974 Ein reicher, verwitweter Professor sammelt in seinem Haus in Rom Gruppenbilder von Familien, doch echte Menschen hat er schon lange nicht mehr um sich. Als sich im Obergeschoss seines großzügigen Palazzos die leichtlebige Marchesa Brumonti mit ihrem Anhang einnistet, wird seine Ruhe empfindlich gestört. Gegen seinen Willen wird er in Affären und Auseinandersetzungen verwickelt, doch der junge Liebhaber der Marchesa, Konrad, fasziniert ihn … In seinem preisgekrönten Alterswerk widmet sich Visconti abermals der Vergänglichkeit, der Schönheit und dem Verlangen, inszeniert meisterhaft den Zusammenprall gegensätzlicher Milieus. In den Hauptrollen brillieren Burt Lancaster („Der Leopard“), Silvana Mangano („Tod in Venedig“) und Viscontis eigene Entdeckung Helmut Berger („Die Verdammten“, „Ludwig II.“) als scheinbar skrupelloser Gigolo mit verborgenen Seiten.
Gruppo di famiglia in un interno ist ein Film aus dem Jahr 1974, den Luchino Visconti aufgrund seiner Krankheit, die ihn schließlich zum Tod führen sollte, im Rollstuhl drehte. In seinem Zustand hatte Visconti an einen Film gedacht, der ohne allzu großen Aufwand vollständig im Studio gedreht werden konnte. Er war jedoch sehr stolz und vor allem ein Perfektionist: Schon bald nahm der Film die Dimensionen einer großen und sorgfältig vorbereiteten Produktion an, wenn auch eines „Kammerfilms“, in dem Bewusstsein (so Visconti), dass „ein Streichquartett von Schubert nicht weniger wert ist als eine Sinfonie von Mahler“. Mit Burt Lancaster, der sich für die Darstellung des alten Professors direkt von Visconti selbst inspirieren ließ und ihn sogar bei seinen alltäglichen Gesten beobachtete, sowie einer außergewöhnlichen Silvana Mangano in den Hauptrollen war der Film glanzvoll besetzt. Luchino Visconti (1906 Mailand – 1976 Rom) arbeitete in den 1930er Jahren in Frankreich mit Jean Renoir zusammen und gab 1943 mit Ossessione sein Regiedebüt, gefolgt von La terra trema (1948) und Bellissima (1951). Nach seiner Abkehr vom Neorealismus in Senso (1954) und Le notti bianche/Weiße Nächte (1957) erlangte er mit Rocco e i suoi fratelli/Rocco und seine Brüder (1960) und Il gattopardo/Der Leopard (1963) internationale Anerkennung. Weniger Erfolg hatte er mit Vaghe stelle dell'Orsa/Sandra (1965) und Lo straniero/Der Fremde (1967). Die drei Filme La caduta degli dei/Die Verdammten (1969), Morte a Venezia/Tod in Venedig (1971) und Ludwig II. (1973) werden oft als „deutsche Trilogie“ bezeichnet. Sein erstes Spätwerk ist 1974 Gruppo di famiglia in un interno/Gewalt und Leidenschaft. 1976 ereilte ihn der Tod kurz nach Ende der Dreharbeiten zu L'innocente/Die Unschuld. Unsere Filme in Mannheim:COME TI MUOVI, SBAGLI - Immer verkehrt GIOIA MIA - Mein Sommer mit Nonna |