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GENITORI QUASI PERFETTI

Fast perfekte Eltern

Regie: Laura Chiossone
Drehbuch: Renata Ciavarino, Gabriele Scotti, Laura Nuccilli
Kamera: Manfredo Archinto
Schnitt: Walter Marocchi
Ausstattung: Paolo Sansoni
Musik: Michele Braga
Produktion: Marco Cohen, Benedetto Habib, Fabrizio Donvito, Marco Fabio Malfi Chindemi, Luca Lucini, Raffaello Pianigiani für Indiana Production, Rosso Film, Maremosso
Darsteller: Anna Foglietta (Simona), Paolo Calabresi (Aldo), Lucia Mascino (Ilaria), Marina Rocco (Sabrina), Francesco Turbanti (Paolo), Elena Radonicich (Giorgia), Paolo Mazzarelli (Alessandro), Marina Occhionero (Luisa), Nicolò Costa (Filippo)

Italien 2019
87 Minuten, OmU
Untertitelung finanziert durch Ministero degli Affari Esteri e della Cooperazione Internationale (Rom)

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Simona liebt ihren achtjährigen Sohn Filippo über alles, fühlt sich aber als alleinerziehende Mutter oft überfordert. Jetzt droht Filippos Geburtstagsfeier, zu der seine ganze Schulklasse eingeladen ist. Die Vorbereitung der Feier bringt Simona schon an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Dann ist der große Tag gekommen. Die Kinder rücken an, allerdings auch deren Eltern: die modebewusste Kosmetikerin, die queere Regenbogen-Mutter, der arbeitslose Vater, der cineastische Intellektuelle und seine streng vegan lebende Ehefrau, der frisch geschiedene Manager. Während die Kinder im Wohnzimmer spielen, beäugen sich die Erwachsenen in der Küche skeptisch beim Smalltalk. Plötzlich löst ein unerwartetes Ereignis eine Kettenreaktion aus. Die Geburtstagsparty läuft völlig aus dem Ruder…
Eine ebenso unterhaltsame wie realitätsnahe Komödie, die in Italien ein großer Erfolg wurde. Regisseurin Laura Chiossone ist selber zweifache Mutter und weiß, wovon sie redet. Zugleich wirft sie einen satirischen Blick auf einen bunten Querschnitt der heutigen Gesellschaft. Nicht zuletzt das glänzend aufgelegte Darstellerensemble sorgt für turbulentes Kinovergnügen.

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Das Ganze basiert auf eigenen Erfahrungen. Ich musste feststellen, dass man als Eltern plötzlich wieder ganz neu anfängt, in einem neuen Umfeld, in einer völlig neuen Rolle. Alles, was man nach der Schule überwunden glaubte (die Angst vor den Blicken der anderen, das Gefühl der Unzulänglichkeit) kommt zurück. Nachdem man sich mühsam eine eigene Identität geschaffen hat, muss man sich plötzlich ständig mit Menschen abgeben, die man nie kennenlernen wollte. Nur weil sie zufällig auch Eltern sind. Wenn man das Gefühl hat, dass die anderen alle irgendwie bescheuert sind, muss man sich fragen, ob man es nicht selber ist. Das Geburtstagsfest lässt die Masken fallen und dann kracht es. Am Ende merkt die Protagonistin, die Mutter von Filippo, dass sie vor lauter Mühe, alles richtig zu machen, das Wichtigste vergessen hat: ihren Sohn.
Laura Chiossone

Genitori quasi perfetti von Laura Chiossone ist eine köstliche Komödie, in der die Regisseurin, die selbst Mutter ist, Ängste und Neurosen der heutigen Eltern in Szene setzt. Anna Foglietta spielt die Rolle der Hauptprotagonistin Simona, alleinerziehende Mutter von Filippo, einem selbstbewussten Jungen, der bereits ganz gut weiß, was er will. Die Spannung, die durch die offenkundige Konkurrenz und Rivalität unter den verschiedenen Eltern während des Geburtstagsfests entsteht, wird durch ein unablässiges Tropfen von der Decke begleitet, das auf ein bevorstehendes Desaster hindeutet, welches schließlich in einer unerwarteten Wendung von Filippo ausgelöst wird. Der zweite Spielfilm von Laura Chiossone ist eine gelungene Mischung von gesellschaftlichen Clichés und unterschiedlichen Genres, wo die Kinder das „perfekte Geheimnis“ sind und die Eltern unvollkommene Gleichgewichtskünstler am Rande des Nervenzusammenbruchs.
Manuela Caserta, L’Espresso

Laura Chiossone (1974, Mailand) hat viele Talente. Während ihres Studiums der Philosophie widmete sie sich dem Theater und spielte in einer Popband. Im Film debütiert sie 2003 als Regisseurin mit dem Kurzfilm Routine und dreht Musikvideos und Werbespots. 2010 kommt der Dokumentarfilm ¿Necesitas algo nena? in Zusammenarbeit mit Amnesty International heraus. Ihr erster Spielfilm ist Tra cinque minuti in scena (2013), gefolgt von Genitori quasi perfetti (2020).

Unsere Filme in Dresden:

L’AMORE A DOMICILIO - Liebe unter Hausarrest

Cosa sarà - Alles wird gut

GENITORI QUASI PERFETTI - Fast perfekte Eltern

I PREDATORI - Die Raubtiere

Rosa pietra stella - Rose, Stein und Stern

Volevo nascondermi - Ich wollte mich verbergen