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Fortunata

Fortunata

Regie: Sergio Castellitto
Drehbuch: Margaret Mazzantini
Kamera: Gian Filippo Corticelli
Schnitt: Chiara Vullo
Ausstattung: Luca Merlini
Musik: Arturo Annecchino
Produktion: Nicola Giuliano, Francesca Cima, Carlotta Calori, Viola Prestieri für Indigo Film, HT Film, Alien Produzioni
Darsteller: Jasmine Trinca (Fortunata), Stefano Accorsi (Patrizio), Alessandro Borghi (Chicano), Edoardo Pesce (Franco), Nicole Centann (Barbara), Hanna Schygulla (Lotte)

Italien 2017
103 Minuten, OmU

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Fortunata, die Glückliche, so heißt sie – oder nennt sie sich nur so? Sie zieht alleine die achtjährige Barbara groß, hin und wieder tritt der Vater, ein Polizist, polternd in das Leben der beiden. Fortunata möchte einen Frisiersalon eröffnen, sie möchte das Beste für Barbara, und auf viel leiseren Sohlen schleicht sich deren Therapeut in Fortunatas Herz und ihren Alltag. Das ist gegen die Regeln – wie so vieles von dem, was die Glückliche tut. Aber kann es anders sein, wenn man den eigenen Weg zu zweit gehen will?

Schauspielstar Sergio Castellitto läuft auf dem Regiestuhl zur Hochform auf, macht Kino mit überschäumendem Temperament und nutzt nicht zufällig die gleichen römischen Schauplätze wie Pasolinis Klassiker Mamma Roma. Zum Ereignis wird der Film aber durch Jasmine Trinca, die hier voll unbändiger Energie eine starke Frauenfigur porträtiert, die sich niemals unterkriegen lässt. Für ihre fantastische Leistung wurde sie sowohl beim Festival von Cannes als auch bei den italienischen Filmpreisen David di Donatello als beste Darstellerin ausgezeichnet. In einer kleinen Nebenrolle ist Hanna Schygulla zu sehen.

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Die Geschichte dieses Films entwickelt sich direkt aus den Figuren heraus. Fortunata selbst, mit ihrer impulsiven und direkten Art, gibt dem Film die Richtung vor. Die Geschehnisse und auch Überraschungen sind die natürliche und unvermeidliche Folge ihres Verhaltens. Hinter dem Alltagsleben dieser Frau verbirgt sich aber ein zweites Leben, aus einer komplizierten Psychologie, verdrängten Träumen und einem geheimnisvollen Bild, das sich nach und nach zusammensetzt. Fortunata erinnert sich nicht an ihre Träume, dennoch werden sie ihr Leben verändern. Hinzu kommt die Liebe. Die Liebe ist eine revolutionäre Kraft, die einzige, die uns von unseren gesetzten Zielen abbringt.
Sergio Castellitto

Jasmine Trinca, in ihrem freizügigen und farbenfrohen Outfit, spielt die Rolle einer alleinerziehenden jungen Frau von heute, nach dem Vorbild von Anna Magnani in Mamma Roma oder Sofia Loren in La Ciociara. Diese Reminiszenzen an die italienische Kinotradition wurden wohl auch beim Festival von Cannes erkannt, wo Jasmine Trinca den Preis als beste Schauspielerin erhielt. Der jüngste Film von Sergio Castellitto transponiert Misere und Größe des Neorealismus in die Peripherie des heutigen Roms, einer unbarmherzigen und multiethnischen Stadt, die von den Chinesen dominiert wird, den neuen Herren der Welt.
Linda Magnoni, Cineforum

Jasmine Trinca spielt mit vollem Einsatz, sie ist die eigentliche Attraktion des Films, sie schreit, träumt, verzweifelt, weint, liebt hemmungslos, auf der Suche nach ihrem Weg und ihrem Platz im Leben. Ein Film aber auch der Orte, der Plätze, zwischen Rom und Genua, wo die Stadt atmet und sich immer weiter ausdehnt, auf der ständigen Suche nach einem Fluchtweg.
Simone Emiliani, Sentieri selvaggi

Sergio Castellitto (1953, Rom). Nach dem Studium an der Accademia d’Arte Drammatica in Rom beginnt er als Theaterschauspieler. 1982 gibt er sein Debüt im Kino mit Il generale dell’armata morta. Als Schauspieler arbeitet er mit den wichtigsten italienischen Regisseuren zusammen, von Ettore Scola über Mario Monicelli, Giuseppe Tornatore, Marco Bellocchio bis hin zu Gianni Amelio. Außerdem war er Hauptdarsteller in sehr erfolgreichen Fernsehproduktionen, wie Rossini! Rossini! (1991) Il grande Fausto (1995) und Padre Pio (2000). 2001 gibt er sein Regiedebüt mit Libero burro. Es folgen Non ti muovere (2003) mit Penelope Cruz in der Hauptrolle, danach Venuto al mondo (2011), Nessuno si salva da solo (2014) und Fortunata (2017).

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