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Cosa sarà

Alles wird gut

Regie: Francesco Bruni
Drehbuch: Francesco Bruni, Kim Rossi Stuart
Kamera: Carlo Rinaldi
Schnitt: Alessandro Heffler, Luca Carrera
Ausstattung: Ilaria Sadun
Musik: Stefano Ratchev, Mattia Carratello
Produktion: Carlo Degli Esposti, Nicola Serra für Palomar, Vision Distribution
Darsteller: Kim Rossi Stuart (Bruno), Lorenza Indovina (Anna), Barbara Ronchi (Fiorella), Giuseppe Pambieri (Umberto), Raffaella Lebboroni (Paola Bonetti), Fotinì Peluso (Adele), Tancredi Galli (Tito), Nicola Nocella, Elettra Mallaby

Italien 2020
101 Minuten, OmU
Untertitelung finanziert durch Ministero degli Affari Esteri e della Cooperazione Internationale (Rom)

Cinema!Italia! Cinema!Italia!

Bruno Salvati ist Filmregisseur. Allerdings liegt sein letzter Erfolgsfilm schon lange zurück, und ein neues Projekt ist nicht in Aussicht. Privat hat er sich von seiner Frau Anna getrennt, die beiden fast erwachsenen Kinder gehen eigene Wege. Nach einem kleinen Unfall wird bei ihm eine Form von Leukämie diagnostiziert. Damit wird Brunos Leben völlig auf den Kopf gestellt. Als erstes muss er einen kompatiblen Stammzellenspender finden: doch das ist leichter gesagt als getan. Bruno bekommt es mit der Angst: Was soll aus ihm werden? Da enthüllt sein Vater Umberto ihm ein Geheimnis aus der Vergangenheit, das in allen neue Hoffnung weckt. Regisseur Francesco Bruni ist Stammgast bei Cinema Italia. Zweimal hat er schon den Publikumspreis der Tournee gewonnen, mit Scialla! (2012) und Tutto quello che vuoi/Alles was du willst (2019). Jetzt überzeugt er mit einer autobiographisch getönten Tragikomödie.

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Vor einigen Jahren wurde bei mir eine Form von Blutkrebs diagnostiziert, der mit einer Stammzellentransplantation behandelt wurde. Aus dieser persönlichen Erfahrung ist der Film entstanden, wobei ich die Handlung jedoch komplizierter gestalten wollte, indem ich die Familie, besonders den Vater des Protagonisten, miteinbezogen habe. Die Krankheit wird so zur Gelegenheit, sich mit seiner Frau und seinen Kindern auseinanderzusetzen und führt zu einer Reise in eine unbekannte Vergangenheit, zusammen mit dem Vater. Wie in meinen vorherigen Filmen habe ich eine autobiografische Basis in eine fiktive Geschichte überführt. Die Story hat sowohl dramatische als auch humoristische Momente, trotz allem, besonders bei der Darstellung der familiären Beziehungen und der Berufswelt des Protagonisten: das Kino eben.
Francesco Bruni

Man könnte sich fragen, warum der Regisseur das Bedürfnis hatte, eine so dramatische Erfahrung in einem Film „aufzuarbeiten“, doch hat dies wahrscheinlich mit dem positiven Ausgang der Geschichte und der damit zusammenhängenden Erleichterung zu tun und mit dem Wunsch, über dieses ernste Thema ein wenig zu lächeln. Denn, obwohl der Film einer autobiografischen Geschichte folgt – mit dem anfänglichen Schock, dem Abwechseln von Hoffnung und Enttäuschung und der Suche nach einem möglichen Spender – vermeidet er übertriebenes Mitleid und arbeitet mit überraschenden Wendungen und Figuren, die der Phantasie des Regisseurs entspringen. Um Bruno Salvati herum (dessen Nachname sinnigerweise auf Italienisch „gerettet“ oder „rette dich“ bedeutet), der überzeugend von Kim Rossi Stuart dargestellt wird, erobern der unwillige Produzent (Ninni Bruschetta), die nachgiebige Ehefrau (Lorenza Indovina) und der aufdringliche Vater (Giuseppe Pambieri) die Sympathie der Zuschauer.
Paolo Mereghetti, Corriere Della Sera

Francesco Bruni (1961, Rom) debütiert 1996 als Drehbuchautor mit dem Film Condominio, und etabliert sich bald als einer der erfolgreichsten Autoren des italienischen Kinos. Insbesondere mit den Regisseuren Paolo Virzì und Mimmo Calopresti verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit. Weiterhin ist er als Autor an den Fernsehserien Il commissario Montalbano und Il commissario De Luca beteiligt und hat am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom unterrichtet. Mit Scialla! liefert er 2011 sein Regiedebüt. Es folgen Noi 4 (2014), Tutto quello che vuoi (2017) und Cosa sarà (2020).

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Cosa sarà - Alles wird gut

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