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GIOIA MIA

Mein Sommer mit Nonna

Buch und Regie: Margherita Spampinato
Kamera: Claudio Cofrancesco
Schnitt: Margherita Spampinato
Ausstattung: Marinora Ferrandes
Produktion: Benedetta Scagnelli, Alessio Pasqua für Yagi Media
Mit Marco Fiore, Aurora Quattrocchi, Martina Ziami, Camielle Dugay, Clara Salvo

Italien 2025
90 Min., OmU
In Kooperation mit dem Arsenal Filmverleih

Der neunjährige Nico wird von seinen Eltern aus Norditalien für einen Monat nach Sizilien zu seiner Großtante Gela geschickt. Für Nico ist der Ortswechsel ein Schock: die Tante wirkt uralt und keineswegs freundlich, lebt allein in einer riesigen Wohnung ohne Wlan und Klimaanlage, ist überaus religiös und setzt ihm seltsame sizilianische Speisen vor. Das ganze Haus scheint aus der Zeit gefallen, und im obersten Stockwerk sollen Geister spuken. Aber irgendwie müssen Nico und Gela eine gemeinsame Sprache finden…

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Ein Sommer voller Ängste und Entdeckungen, aber auch voller Abenteuer, Erfolge und Verluste – ein Sommer, nach dem nichts mehr sein wird wie zuvor. Mit warmherziger Erzählweise und sicherer Balance von Witz und Drama wird Gioia mia zum berührenden Filmerlebnis. Margherita Spampinatos Erstlingsfilm gewann den italienischen Filmpreis David di Donatello als bestes Debut des Jahres, und die 82jährige Aurora Quattrocchi wurde beim Festival von Locarno als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

Mit der für Kinder typischen Neugier bringt Nico Unordnung, stellt unpassende Fragen, stöbert in Erinnerungen, verunsichert seine ältere Tante und bringt sie dazu, ihm ein Geheimnis zu verraten, das sie noch nie jemandem anvertraut hat: den Verlust einer damals verbotenen Liebe, der sie tief geprägt und sie dazu gebracht hat, sich zu isolieren. Der Film hinterfragt, was trotz der rasanten Entwicklung der heutigen Welt universell und unveränderlich bleibt, und betont die Bedeutung des Austauschs zwischen verschiedenen Generationen und Welten als wichtigen Anreiz, andere und damit auch uns selbst besser zu verstehen und zu akzeptieren.
Margherita Spampinato

Margherita Spampinato gelingt mit Gioia mia ein wunderbar leichtfüßiges Coming-of-Age- bzw. Buddy-Drama um den Generationen-Clash und die Annäherung von Kind und alter Dame mit einem unglaublich entzückenden Ensemble aus Kindern und italienischen bzw. sizilianischen Großmüttern, die man gerne in ihrer Wohnanlage um einen Innenhof nicht nur in den Sommerferien besucht hätte. Für den Jungen – wie fürs Publikum – ist es ein erlebnisreicher, wunderbarer Sommer geworden. Spampinato ist unbestritten ein großes Talent.
Heike Angermeier, Blickpunkt: Film

Margherita Spampinato (*1979 in Palermo). Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaft in Rom und einem längeren Aufenthalt in Paris arbeitet sie mehrere Jahre als Casting-Managerin für Filme und Fernsehserien. Anfang der 2010er Jahre debütiert sie als Regisseurin mit den Kurzfilmen Tommasina und Segreti. Gioia mia (2025) ist ihr erster Kinofilm, mit dem sie erfolgreich am Festival von Locarno teilnimmt.

Plakat

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