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Una questione privata

Eine private Angelegenheit

Buch und Regie: Paolo & Vittorio Taviani
Nach dem gleichnamigen Roman von Beppe Fenoglio
Kamera: Simone Zampagni
Schnitt: Roberto Perpignani
Ausstattung: Emita Frigato
Musik: Giuliano Taviani, Carmelo Travia
Produktion: Stemal Entertainment – Ipotesi Cinema
Darsteller: Luca Marinelli (Milton), Lorenzo Richelmy (Giorgio), Valentina Bellé (Fulvia), Giulio Beranek, Francesca Agostini, Alessandro Sperduti, Andrea Di Maria

Italien 2017
85 Minuten, OmU

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Paolo und Vittorio Taviani, die beiden großen Protagonisten des europäischen Autorenkinos, kehren in ihrem letzten gemeinsamen Film (Vittorio ist im April 2018 gestorben) noch einmal zurück in die Endphase des Zweiten Weltkriegs. Wie in ihrem Meisterwerk „Die Nacht von San Lorenzo“ erzählen sie eine packende Geschichte von Mut und Widerstand, Freundschaft und Liebe in Kriegszeiten.
Der junge Partisan Milton ist in der nebligen Landschaft des Piemont unterwegs. Er kämpft um seinen Freund Giorgio, gleichzeitig sieht er ihn als Konkurrenten in seiner Leidenschaft für Fulvia, jene junge Frau, die sich längst in den Norden abgesetzt hat, aber in den Träumen der beiden präsent bleibt. Es ist die Zeit der zu Ende gehenden Faschistenherrschaft, verschiedene Widerstandsgruppen kämpfen gegen die deutschen Truppen und die einheimischen Schwarz-hemden. Alle haben den Überblick verloren, leben im Nebel einer Zeit, in der niemand sicher sein kann, ob der andere Freund oder Verräter ist.

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„In Italien – und nicht nur dort – prägen rechte Populisten derzeit wieder die Politik. Davon, wohin das auch in ihrem Land geführt hat, haben die Gebrüder Paolo und Vittorio Taviani in Filmen erzählt, die das europäische Autorenkino mitgeprägt haben, allen voran in La notte di San Lorenzo. Was schleichend sich etablierte, endete im Faschismus und im Zweiten Weltkrieg. Höchste Zeit, sich zu besinnen. Es ist, als wollten die beiden daran erinnern, wenn sie in Una questione privata noch einmal in die Zeit des Widerstands gegen die Faschisten blenden. Sie tun es auf der Basis des 1963 erschienenen autobiografischen Romans von Beppe Fenoglio, der seinerseits zu Italiens Schlüsselwerken gehört. In einprägsamen Bildern und einem unaufgeregten Rhythmus zeigen Paolo und Vittorio Taviani, dass am Ende die Liebe und die Freundschaft zählen. Gleichzeitig führen sie vor Augen, wie das Gedankengut der Populisten in die Irre führt. Eine der verrücktesten Figuren im Film ist ein todgeweihter Gefangener, der in den Bergen mit einem Schlagzeug-Singsang durchdreht.“
WALTER RUGGLE

Vittorio Taviani (*San Miniato bei Pisa, 1929) und Paolo Taviani (ebenda, 1931), kommen zum Film, nachdem sie jeweils Jura und Literatur studieren. Internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung erringen die Brüder, die sich stets die Regie teilen, mit ihren Filmen seit Ende der 60er Jahre: I sovversivi (1967), Sotto il segno dello scorpione (1969), San Michele aveva un gallo (1972), Allonsanfan (1973) und Padre padrone (1977) der in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wird. Danach drehen sie Il prato (1979), La notte di San Lorenzo (1982, Großer Preis der Jury in Cannes), Kaos (1984), Good Morning Babilonia (1987). Il sole anche di notte (1990), Fiorile (1993), Le affinità elettive (1996), Tu ridi (1998), La masseria delle allodole (2007). 2012 gewinnen sie bei der Berlinale den Goldenen Bären für Cesare deve morire. Una questione privata ist der letzte Film, den die Brüder Taviani zusammen gedreht haben. Vittorio Taviani ist 2018 gestorben.

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