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IL REGISTA DI MATRIMONI - Der Regisseur der Hochzeit

Der Regisseur Franco Elica, ein überzeugter Atheist, steckt in der Krise: Seine Tochter heiratet einen strenggläubigen Katholiken, und ihm wird angeboten die x-te Version von Alessandro Manzonis Roman Die Brautleute zu drehen. Auf der Suche nach neuen Inspirationen beschließt Franco, zu einer Reise nach Sizilien aufzubrechen. Dort begegnet er einem Mann, der seinen Lebensunterhalt durch das Drehen von Hochzeitsvideos bestreitet. Er lernt auch den Prinzen Gravina di Palagonia kennen; der verarmte Adlige bittet ihn, die Hochzeit seiner Tochter Bona zu filmen. Franco verliebt sich auf den ersten Blick in die junge Frau und beschließt, sie vor der Vernunftehe zu retten...

Regie: Marco Bellocchio
Drehbuch: Marco Bellocchio
Kamera: Pasquale Mari
Produktion: Marco Bellocchio und Sergio Pelone für Filmalbatros, Rai Cinema
Darsteller: Sergio Castellitto (Franco Elica), Donatella Finocchiaro (Bona Gravina), Gianni Cavina, Maurizio Donadoni, Bruno Cariello, Simona Nobili, Claudia Zanella

Italien 2006
107 Minuten, OmdtU

Dank der digitalen Technik hat heutzutage jeder die Möglichkeit, einen Film zu drehen, ihn zu schneiden und ihm einen Soundtrack unterzulegen; ein interessantes Faktum. Mir war daran gelegen, in dieser vom Fernsehen beherrschten Gesellschaft aufzuzeigen, daß wir unter dem Diktat der Bilder leben. Im Film spiegeln sich viele Aspekte der heutigen Gesellschaft und der Beziehung zwischen den Geschlechtern wider. Die Filme, die ich drehe, sind eng mit dem Leben verbunden, die Bilder werden daraus geboren, um dann von der Kultur, der Erziehung, der eigenen Suche verändert zu werden.
Marco Bellocchio

Unter den italienischen Regisseuren ist Marco Bellocchio der beunruhigendste und unergründlichste, der größte Visionär. Das feine Gespür des Regisseurs (der mehr als je zuvor an Luis Buñuel oder Marco Ferreri erinnert) drückt sich in seinem Stil aus, und die Geschichte erfüllt die Funktion eines Initiationsmärchens, das pausenlos Zeiten, Körper und Räume verwandelt.
Valerio Caprara, il Mattino