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LA RAGAZZA DEL LAGO

DAS MÄDCHEN VOM SEE

Ein idyllisches Städtchen in der Bergwelt der italienischen Dolomiten. Hier kennt jeder jeden, und doch hat jeder seine Geheimnisse. Eines Tages findet ein kleines Mädchen am See die Leiche einer jungen Frau. Ein erfahrener Ermittler reist an, Kommissar Sanzio aus Neapel, der sich dennoch anfangs im fremden Milieu der Kleinstadt nicht leicht tut. Und je mehr er über die Hintergründe des Falles herausfindet, umso weniger gefällt ihm, was er sieht…
Eine spannende und psychologisch eindringliche Kriminalgeschichte, die überzeugende Porträts der Menschen in  dieser typischen Provinzstadt zeichnet. In der Rolle des melancholischen Kommissars Sanzio brilliert einmal mehr Toni Servillo („Gomorrha“, „Il divo“), der wohl interessanteste Charakter-Darsteller des gegenwärtigen italienischen Kinos. LA RAGAZZA DEL LAGO wurde mit insgesamt zehn italienischen Filmpreisen ausgezeichnet, darunter „Bester Film“, „Beste Regie“ und „Bester Hauptdarsteller“.

Regie: Andrea Molaioli
Drehbuch: Sandro Petraglia
Kamera: Ramiro Civita
Schnitt: Giogió Franchini
Ausstattung: Alessandra Mura
Musik: Teho Teardo
Produktion: Nicola Giuliani für Indigo Film
Darsteller: Toni Servillo (Kommissar Sanzio), Anna Bonaiuto (Signora Sanzio), Fabrizio Gifuni (Corrado Canali), Nello Mascia (Alfredo) ,Omero Antonutti (Vater Mario), Valeria Golino (Chiara Canali), Fausto Maria Sciarappa (Inspektor Siboldi)

Italien 2007
95 Minuten

Mit diesem Film wollte ich vor allem von dem Unbehagen erzählen, das man manchmal im Leben empfindet, wenn man z.B. als Vater Schwierigkeiten hat, oder wenn es genauso schwierig ist, Kind zu sein, oder wenn man die Krankheit oder den Tod eines lieben Menschen erlebt. Auch wenn der Film sich auf den ersten Blick wie ein Thriller präsentiert, ist letztendlich dessen finale Lösung doch nicht so wichtig, denn im Vordergrund steht die authentische Humanität des Kommissars und des Täters.
Andrea Molaioli

Andrea Molaioli führt uns in seinem Debutfilm geheimnisvoll, ein wenig wie in einem italienischen Twin Peaks, zu einem Seeufer, wo eine junge Frau ermordet gefunden wird. Ein neapolitanischer Kommissar dringt in die anständige Fassade ein und bringt allmählich den Verlust moralischer Regeln bis zu der Lösung des Falls ans Licht. Was an diesem „Thriller auf italienisch” besticht, ist die psychologische Tiefe der Nebenfiguren, die von bekannten Schauspielern wie Valeria Golino, Anna Bonaiuto oder Fabrizio Gifuni verkörpert werden. Der Regisseur beginnt die Existenz dieser Charaktere zu porträtieren, um schließlich von den dunklen Seiten des Lebens in der Provinz, von den Geheimnissen und Lügen einer kleinen, verzweifelten Welt zu erzählen.
Maurizio Porro, Corriere della Sera

Man spürt den Geist von Friedrich Dürrenmatt in den Bildern von Andrea Molaioli, aber auch einen Hauch von George Simenon in der Darstellung der Provinz und ihrer unheimlichen Orte. Dennoch ist La ragazza del lago alles andere als ein blasses Imitat, denn die Orte wie die Figuren sind sehr italienisch und vor allem sind die Menschen in ihrem Egoismus, ihrer Indifferenz und ihrem Gewaltpotential gegenüber den Schwächeren sehr gegenwärtig.
Roberto Nepoti, la Repubblica

Andrea Molaioli wurde 1967 in Rom geboren. Er hat seine Laufbahn als Regieassistent begonnen und mit Nanni Moretti, Carlo Mazzacurati, Daniele Luchetti und Mimmo Calopresti. zusammengearbeitet

Filmographie: La ragazza del lago (2007)