|
![]() |
|
28 Städte, 29 Kinos
|
GIULIA NON ESCE LA SERAGIULIA GEHT ABENDS NIE AUSAls Schriftsteller hat es Guido endlich geschafft: er ist unter den fünf nominierten Kandidaten eines wichtigen Literaturpreises. In der Zeit vor der Preisverleihung begleitet er seine Tochter Costanza ins Schwimmbad, wo sie Schwimmunterricht bei Giulia erhält, einer attraktiven jungen Frau, die im Wasser in ihrem Element zu sein scheint. Giudo verliebt sich Hals über Kopf in sie, doch die beginnende Beziehung gestaltet sich schwierig. Beispielsweise geht Giulia abends nie aus, denn Giulia verbirgt ein Geheimnis... Regie: Giuseppe Piccioni Italien 2009 Die Idee zum Film ist fast zufällig entstanden. Ich habe angefangen, regelmäßig ins Schwimmbad zu gehen und mir ist aufgefallen, dass verbale Kommunikation in diesem Ort sehr schwierig ist. Darüber habe ich mich mit Federica Pontremoli unterhalten und prompt hat sie daraus eine Story entwickelt. Und dann haben wir mit den verschiedenen Elementen, worauf die Geschichte basiert, wie mit Puzzleteilen zusammen „gespielt“. Auch wenn Giuseppe Piccioni bei jedem Film mit anderen Darstellern und Drehbuchautoren arbeitet, erzählt er im Grunde immer wieder die gleiche Geschichte über unmögliche Wahlverwandtschaften. Aber es geht nicht um Herz- und Schmerzgeschichten in seinen Filmen, denn im Zentrum jeder Erzählung steht die beunruhigende Präsenz weiblicher Protagonistinnen, die stets starke und zugleich melancholische Persönlichkeiten verkörpern, wobei die Männer bei deren geheimnisvoller Ausstrahlung etwas deplatziert wirken. Als Giulia verleiht Valeria Golino ihrer Figur eine leidenschaftliche Intensität Giuseppe Piccioni bestätigt hier die Sensibilität, die nur wenige Regisseure seiner Generation besitzen und lässt Figuren, Atmosphäre und Schauplätze harmonisch miteinander verschmelzen. Die Ebene der Realität wird mit den Zweifeln, Gedanken und Unruhen der Protagonisten suggestiv durchkreuzt. Valeria Golino und Valerio Mastandrea verkörpern mit Intensität das Paar, das auch nur durch Blicke und Schweigen miteinander „sprechen“ kann. Giuseppe Piccioni, geboren 1954 in Ascoli Piceno, promovierte in Soziologie. Von 1980 bis 1983 studierte er Regie an der Filmschule Gaumont. Vor seinem Debütfilm Il grande Blek (1987) realisierte er mehrere Kurzfilme und diverse Videoclips. Filmographie: Il grande Blek (1987), Chiedi la luna (1991), Condannato a nozze (1993), Cuori al verde (1996), Fuori dal mondo (1999), Luce dei miei occhi (2001), La vita che vorrei (2004), Giulia non esce la sera (2009). |